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Die dritte Generation auf Reisen

Das Abenteuer von Gottfried Franz und Bernadette

Nach dem sie ihre Studien erfolgreich abgeschlossen hatten, begaben sich Gottfrid Franz - bereits die dritte Generation von Mayer Yachten - und seine Partnerin Bernadette mit dem Motto " Wann, wenn nicht jetzt" auf ein Abenteuer.

Die erste Etappe mit Start auf La Palma (Kanaren) war eine Atlantikübersegelung auf der "Tres Hombres", ein Segelfrachter, welcher ohne Motor und nur unter Segeln Waren über den Atlantik verschifft. Nach drei ereignisreichen und lehrreichen Wochen, haben die beiden Abenteurer Mitte Jänner Barbados in der Karibik erreicht. Aktuell befinden Sie sich auf Martinique um Rumfässer zu laden.

Die Segelreise - welche La Palma, die Atlantikübersegelung, Barbados, Martinique, die Grenadinen, Grenada und Kolumbien beinhaltet - ist begleitet von einer Ausblíldung in der traditionellen Frachtschifffahrt. Das bedeutet auch viel Arbeit: Deck-Schrubben, Klettern, an Leinen ziehen, Segel nähen, Leinen reparieren oder das Einladen von Rumfässern und Kaffeesäcken sind nur eine kleine Auswahl vom Tagesprogramm.

Die Vielfalt an Tätigkeiten ist begleitet von großartigen Erlebnissen, wie zum Beispiel Schwimmen mit Walen zu Weihnachten, oder ein abenteuerlicher und höchst emotionaler Warenaustausch mit Fischern kurz vor Silvester.

Auf dieser Seite finden Sie Reiseberichte über die Segelreviere und Inseln, sowie Information der Atlantikübersegelung. Die meiste Zeit haben sie aktuell Ihre Hände an den Leinen, sie bemühen sich aber Ihre Erlebnisse so rasch als möglich auf Papier zu bringen!

Übrigens: das Motto "Wann, wenn nicht jetzt" (kurz: wwnj), kommt nicht von irgendwo. Nachdem die beiden letztes Jahr fast alle Vorträge der SEENOMADEN begleiteten, wurde ihr Fernweh immer stärker. Nach einigen Unterhaltungen mit Doris und Wolfi, sagten diese zu ihnen: "Geht auf Reisen, solange ihr jung seid", da war für die beiden Abendteurer klar: Wann, wenn nicht jetzt.  

Mehr Informationen finden Sie unter: FacebookInstagram, Homepage 

Reiseberichte


Martinique – unser spontaner Besuch bei Dream Yacht Charter
01.02.2019

Mit der Tres Hombres erlebt man täglich Überraschungen: Kurz vor der Abfahrt in Barbados erfuhren wir, dass wir nun doch nicht nach Grenada weiter segeln, sondern zuerst Rumfässer in Martinique laden werden. Eine willkommene Überraschung, denn Martinique ist auch ein beliebter Ort für Yachtcharter.  So ergab sich gleich eine weitere tolle Überraschung:  Als wir unseren kroatischen Freund Kreso von Dream Yacht Charter fragten an wen wir uns in Martinique wenden können um den Stützpunkt kennen zu lernen, meinte dieser: „Toll! Kommt! Ich bin auch gerade hier!“.

Also machten wir uns auf den Weg zum Stützpunkt. In den Büros stießen wir auf eine sehr angenehme und nette Stimmung. Kreso war gerade außerhalb des Büros beschäftigt. Das nahmen wir zum Anlass uns den Steg anzusehen, wo wir ihm zufällig begegneten und mit ihm anschließend gleich Mittag essen gegangen sind. Danach stellte er uns den Stützpunkleiter Damien Antoine vor. Dieser zeigte uns zwei Katamarane, welche er persönlich besonders empfiehlt. Zum einen die TS 42 (Baujahr 2015). „Mit diesem Katamaran kann man viel Spaß haben“, sagte Damien, als wir den Katamaran bestiegen. Das Motto ist hier „weniger ist mehr“. Er ist sehr minimalistisch gebaut, um möglichst leicht zu sein. Damien meinte: „Wenn man das Schiff kennt, kann man bei gutem Wind über 20 Knoten erleben“. Zum zweiten ist er auch sehr stolz auf die neue Bali 4.5 (Baujahr 2019) welche ein luxuriöses Urlaubserlebnis ermöglichen kann.

Weil die Nachfragen für die Karibik immer mehr werden, wollen auch wir unser Wissen über die  Stützpunkte in der Karibik erweitern. So konnte Damien uns einige nützliche Informationen und Tipps geben. Martinique ist der größte Dream Yacht Charter Stützpunkt in der Karibik. Es stehen 49 Katamarane und 12 Segelyachten zur Auswahl. Am Stützpunkt gibt es auch eine eigenen Werkstatt mit Mechanikern und Ersatzteilen. Es ist möglich von einem Stützpunkt los zu segeln, und das Schiff bei einem anderen Stützpunkt in der Karibik zurück zu geben. Eine beliebte Route in einem Zeitraum von 14 Tagen ist beispielsweise von Martinique über die Grenadinen bis nach Grenada zu segeln oder umgekehrt. Sollte das gewünschte Schiff sich nicht im passenden Stützpunkt in der Karibik finden, kann es auch von einem anderen Stützpunkt dorthin überstellt werden. Ganz neu ist der Stützpunkt auf St. Lucia. Ob wir diesen jedoch besichtigen können steht noch in den Sternen. 

Da Martinique zu Frankreich gehört, zahlt man hier ganz einfach mit Euro. Die Landessprache ist Französisch, aber mit Englisch kommt man gut durch. Das telefonieren mit den österreichischen Handyverträgen funktioniert ohne Mehrkosten. Jedoch kommt es hier darauf an, welches Netz man in Österreich hat. Vor dem Urlaub, sollte man dies eventuell bei seinen Vertragspartnern abklären.

Nach unserem Besuch, können wir den Stützpunkt in Martinique wärmstens empfehlen!

Wir machen uns nun auf zu einer weiteren Überraschung: Im Marina Restaurant findet heute zufällig eine Tres Hombres Rum-Verkostung statt :-)
P.s.: Wir feilen noch daran, unsere Eindrücke über die Atlantikübersegelung zu Papier zu bringen. Ein Bericht folgt in Kürze!

La Palma
08.12. - 21.12.2018

Um rechtzeitig für die „Tres Hombres“ auf La Palma zu sein, flogen wir bereits am 8. Dezember los. Der gewohnte österreichische Luxus wurde schnell aufgegeben. Als „Non-Priority-Passagiere“ flogen wir auf die äußerste kanarische Insel wo wir ein Hostelzimmer in El Paso (im Zentrum der Insel) reserviert hatten. Durch die schnelle Flugreise war der Kulturschock unmittelbar zu spüren.

Da die Tres Hombres erst am 16. Dezember in der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma ankam, hatten wir noch ein bisschen Zeit diese vielseitige Insel zu erkunden. Nach einer Wanderung auf den Berg „Pico Bejenado“, wo man eine gute Aussicht in das Naturschutzgebiet „Caldera de Taburiente“ hat, fuhren wir in den Süden nach Fuencaliente de la Palma. Der Süden der Insel ist für seine Vulkane bekannt. Wir machten eine Wanderung über den Vulkan „San Antonio“ weiter zum Vulkan „Teneguia“ (welcher das letzte Mal 1971 ausbrach) bis zum Leuchtturm am südlichsten Punkt der Insel. Von hier gingen wir ein kleines Stück weiter zum „Playa de Echentive“. Hier wurde eine heilige Warmwasserquelle nach dem letzten Vulkanausbruch wieder entdeckt. Dieser schwarze Vulkansandstrand ist sehr empfehlenswert, da es unter anderem zwei Weiher gibt, in denen man auch bei starken Wind im ruhigen Salzwasser schwimmen kann. Wir haben diese großartigen Weiher natürlich gleich als Erfrischung genutzt.

Nach dem wir den Süden erkundet hatten, ging es weiter nach Santa Cruz de La Palma. Hier sollten wir auch bald auf die Tres Hombres aufsteigen. Doch bevor es soweit war, machten wir noch eine lange Wanderung inklusive Übernachtung am Berg. Von Santa Cruz stiegen wir bis in die Caldera de Taburiente hinauf. Unser Ziel war das „Refugio de los Roques“, eine Schutzhütte – hier kann man mit Schlafsack und Unterlagsmatte gut übernachten. Da wir etwas spät losgewandert sind, verpassten wir den Sonnenuntergang, wurden aber am nächsten Morgen mit einem wundervollen Sonnenaufgang belohnt. Diese Wanderung mit Übernachtung im Refugio ist auf jeden Fall für Abenteurer sehr empfehlenswert. Im Refugio haben uns ein Paar aus Deutschland und eine Belgierin, welche seit einigen Jahren auf La Palma lebt, herzlich empfangen. Mit diesen wundervollen Menschen blieben wir weiterhin in Kontakt und später besuchten sie uns am Schiff und besichtigten die Tres Hombres im Hafen. Die Wanderungen auf La Palma sollte man keines Falls unterschätzen. Die Insel ist sehr steil und es gibt wenige bis keine Wasserquellen, weshalb man immer genug Trinkwasser mitnehmen sollte. So könnte man zum Beispiel nach der Übernachtung im Refugio de los Roques den Wanderweg weiter bis zum „Roque de los Muchachos“  (höchster Berg der Insel) wandern. Wir waren allerdings vom Aufstieg, welcher über 2000 Höhenmeter betrug sehr erledigt, weshalb wir den Wanderweg weiter bis zur Straße gingen und von dort per Anhalter nach Santa Cruz gefahren sind.

Nachdem wir uns von dem Wanderabenteuer erholt hatten, erreichte die Tres Hombres kurz darauf Santa Cruz de La Palma. Von da an wohnten wir am Schiff, um uns an das Leben am Wasser zu gewöhnen. Es wurde hart gearbeitet – leere Rumfässer ausgeladen und volle Rumfässer wieder eingeladen. Bei dieser Arbeit muss gut Acht gegeben werden, da die Rumfässer gefüllt über 250kg wiegen. Daher auch die wichtigste Regel bei dieser Arbeit: Stehe niemals unter dem Fass! Die schwere Arbeit wurde mit einer Besichtigung der traditionellen und nachhaltigen Rumbrennerei „Destilerias Aldea S.L“, sowie einer anschließenden Rumverkostung belohnt. Durch das viele Arbeiten vernachlässigten wir das Tagebuch schreiben auch etwas. Am Morgen des 21. Dezember erfuhren wir dann, dass wir um 12:00 Uhr mittags losfahren werden. Wir waren plötzlich in Eile, da am Nachmittag der Südwind auffrischen sollte. So wurde das Schiff klar gemacht und noch schnell mit unseren Familien telefoniert. Um 12:00 Uhr war es tatsächlich soweit und wir verließen den Hafen. Den Norden der Insel mit seinen tollen Wasserfällen, haben wir leider nicht besichtigen können, aber so lohnt es sich noch einmal La Palma zu besuchen.

Gleich darauf wurde Bernadette seekrank und Gottfried verbrachte Stunden im Beiboot, aber das ist eine andere Geschichte, über welche wir euch auch bald hier berichten werden…

Ausflugstipps: Wanderung in der Caldera mit Übernachtung im Refugio de los Roques, Playa de Echentive zum Schwimmen in den Weihern, Naturschwimmbad „Piscinas Naturales Charco Azul“ in der Nähe von Los Sauces und nahe der Rumbrennerei, eine Besichtigung der Rummbrennerei, und vieles mehr!

Kulinarischer Tipp: „Restaurante Coral“ im Hafen: „If you think you are going the wrong way, you are right“
















Franz und Lewis reparieren ein Segel

Barbados wurde ohne GPS erreicht

TS 42 - Martinique

Stützpunkt auf Martinique

Martinique - vor Anker

Mit Damien auf Martinique

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